Kinder haben, ohne sich entsprechend artikulieren zu können, ähnliche Fragen wie der Erwachsene. Fragen, die angesichts von Widersinn nach Sinngebung verlangen. Unsere Kinder leben nicht im sonnigen Kinderland, sondern sie müssen sich in unserer Welt zurechtfinden.

Wir erzählen unseren Kindern biblische Geschichten, weil sie den Kindern Antworten geben, Antworten auf:

Jesus gab den Auftrag, dass alle Menschen und vor allem die Kinder die Zuwendung erhalten, die sie brauchen. Er wollte, dass das Band zwischen Himmel und Erde geknüpft ist und bleibt!
Gesundes Christentum setzt gesundes Menschentum voraus. C.G. Jung sagte einmal: "Gott kann nicht gedeihen in einer seelisch unterernährten Menschheit."

Die "Antenne" für das Leben mit Gott können Eltern/Wegbegleiter bereitstellen. Sie können es dann, wenn sie die Grundbedürfnisse wie Sicherheit, Geborgenheit, Rituale, Liebe, (Ur) Vertrauen des Kindes wahrnehmen und nach Möglichkeit befriedigen. Religiöse Erziehung beginnt demnach nicht erst dort, wo Eltern/Wegbegleiter eine Geschichte aus der Bibel erzählen.

Sie beginnt dort, wo das Kind abbildhaft in Eltern/Wegbegleitern die Erfahrung göttlicher Liebe und Sorge macht. Erst ein solches Kind ist vorbereitet für die Begegnung mit Gott im Glauben. Damit Kinder sich in ihrem Umfeld sicher und selbstbewusst bewegen können, müssen sie Erfahrungen mit vielerlei Situationen machen und immer wieder Neues dazulernen.
Was wir als christliche Werte bezeichnen, ist eine Fülle von Fähigkeiten, die sich jeder Mensch nach und nach aneignet. Um vollständig zu werden, brauchen wir nicht nur Klarheit über uns selbst, sondern auch über unsere Beziehung zur und unser Verhalten in der Gemeinschaft.
Erst der entspannte Umgang mit der Gruppe, die Erwerbung sozialer Kompetenz, kann dem Menschen ein Gefühl von Ganzheit geben. Der Kindergarten wird nach der Familie zum Lernort für Gemeinschaft.
Die Erfahrung der Glaubensgemeinschaft erfahren und erleben die Kinder auch durch die kirchlichen Feste und Gottesdienste während des Kindergartenjahres (Erntedank, St. Martin, Verabschiedung der Schulanfänger). Das Kind wächst in die Gemeinschaft hinein und nimmt an ihrem Leben teil. Es kann diese Rituale als Ausdruck der Freude verstehen lernen und wird befähigt, in kindgemäßer Form aktiv mitzufeiern. Uns ist es auch ein wichtiges Anliegen, dass Kinder Sinnzusammenhänge begreifen. Sinnzusammenhänge zwischen Weihnachten und Jesu Geburt, dem Fest der Liebe und den Geschenken. Ostern und dem Osterhasen und der Auferstehung. 
Diese Höhepunkte gestalten wir mit den Kindern, je nach Grundgefühl, ganzheitlich. Mit Herz, Hand und Geist wird es begreifbar gestaltet.

Ich pflege dich

Ich helfe dir

Gemeinsam Wege gehen

Kinder brauchen Kinder

Ein Kind, das "seine" Grundbedürfnisse gesättigt erfährt, erlebt augenblicklich Frieden. Es sammelt punktuelle Heilserfahrungen. Eine total heile Welt gibt es nicht. Wer darum meint, er könne vom Kind alles Traurige, Schmerzliche, Dunkle fern halten, tut dem Kind nichts Gutes, weil eine solche illusionäre Welt nicht Modell für die wirkliche Welt ist!

Deshalb ist es für ein Kind so wichtig, "ein bisschen Himmel" zu erleben. Im Kind entsteht dadurch ein Ahnen, dass alles einmal heil wird, in einem letzten, allumfassenden Sinn. Ein Mensch, dem solche Erfahrung verwehrt geblieben ist, wird nur schwer dieser Botschaft Glauben schenken können.

 

Nikolaus 2000

Dieses Jahr warteten wir wieder vergeblich auf den Nikolaus.
Hat er uns vergessen? oder findet er den Weg an unseren Kindergarten nicht?

Nach einiger Zeit der Erwartung und Hoffnung, beschlossen wir, den Nikolaus zu suchen - Tanja Klein hatte eine heiße Spur:

Auf dem Weg zum Kindergarten hatte sie den Nikolaus gesehen! Was für ein Glück! Nun hieß es geschwind warm anziehen. Unterwegs riefen wir laut Nikolaus, versuchten ihn mit Nikolausliedern auf uns aufmerksam zu machen - und wirklich - hinter einem Gebüsch leuchtete plötzlich der rote Mantel.

Ja, und dann stand er vor uns, unser Bischof Nikolaus.

Auf der Suche nach dem Nikolaus

Die Kinder konnten es kaum glauben. Und wie groß war die Freude als ER mit zum Kindergarten gehen wollte. Nikolaus selbst hätte den Weg nicht alleine gefunden!
Wie stolz war so manches Kind, das ihm behilflich sein konnte: Das goldene Buch war schwer, der Stab musste hin und wieder gehalten werden,...

Im Kindergarten angekommen, versammelten wir uns im Gemeindesaal - hmm hier roch es herrlich nach Tannenzweigen - und Kerzen verbreiteten ein stimmungsvolles Licht.

Nikolaus erzählte seine Legende von der Hungersnot in der Stadt Myra und wir sangen ihm seine Lieder.
Ganz spannend war die Stimmung, als Bischof Nikolaus seine Gaben an die Kinder verteilte - jedes Kind traute sich zum Gabensack zu gehen - toll!

Der Bischof erzählt aus seinem Leben

Es war ein wunderschöner tag, den wir gemeinsam, miteinander verbrachten.